Diesmal richtig: Las Vegas.

Posted on January 9, 2008

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Las Vegas ist schon beim Flug buchen ein Erlebnis. Eine Hochzeit für 217$ pro Paar kann man gleich mit anklicken, 254$ kostet sie mit Elvis! Beim Hinfliegen ist es auch gut, liegt nur in einer anderen Zeitzone als Malvern ..
Am ersten Tag haben wir gleich mal Las Vegas verlassen, um uns den Hoover Dam und die Landschaft um die Stadt anzuschauen. Eigentlich ist außerhalb von Las Vegas nur Wüste. Ausnahme ist der Lake Mead, der durch den Hoover Dam angestaut wird. Die Landschaft wirkt sehr unwirklich. Lake Mead ist groß genug um darauf Boot zu fahren. Es gibt mindestens drei Yachthäfen. Eine super Vorstellung mitten in der Wüste auch noch JetSki fahren zu können. Es stehen viele Yachten rum. Für den Las Vega(s)ner (oder wie auch immer) von Welt scheint ein Boot dazu zu gehören.
Der zweite Tag war der 31.12. und wir haben uns ein wenig in Las Vegas umgesehen. Die Hotelcasinos sind alle beeindruckend. Riesige Gebäude und alles ist darauf ausgelegt, dass man möglichst einfach viel Geld da lässt. Viel Geld verlieren geht auch ziemlich schnell. Oder sogar schnell verdammt viel, da es auch “high minimum”-Tische gibt, an denen der mindesteinsatz beim Black Jack zum Beispiel 500$ beträgt. Es gibt tatsächlich immer Leute die da spielen. Insgesamt sahen die Casinos deutlich besser aus, als damals in Atlantic City.
Für den Abend hatten wir Tickets für eine Party mit den Bangles gekauft. Die sollte in der Fremont Street Experience stattfinden. Downtown Las Vegas. Klingt natürlich super, leider muss man wissen, dass Downtown Las Vegas das alte Stadtzentrum ist. Das Publikum war eher seltsam. Die Casinos da sind unglaublich heruntergekommen, schlimmer als in Atlantic City. Das glaubt man wirklich nicht. Das war uns sehr unangenehm und nachdem die Bangles um 10:30 Uhr fertig waren, haben wir uns ein Taxi genommen und auf die Doobie Brothers verzichtet. Der Strip im richtigen Zentrum von Las Vegas war dann gefüllt mit “normalen” Menschen. Um Mitternacht gab es synchronisiertes Feuerwerk von 7 der großen Casinos und wir haben drei davon gesehen. Nach dem Feuerwerk haben wir keine andere Party mehr gesucht, sondern langsam den Heimweg angetreten, da wir am nächsten Morgen zeitig aufbrechen wollten.
Wir hatten 5 Stunden Fahrt vor uns, denn so weit ist der Grand Canyon von Las Vegas entfernt. Im Grunde gibt es auf dem Weg hauptsächlich Wüste. Auch weit entfernt zwischen zwei Orten sieht man gelegentlich Wohnwagen oder Häuser mitten im Nichts. Man wird da auf alle Fälle nicht oft gestört!
Ich hatte mir den Wetterbericht von Las Vegas und dem Grand Canyon vorher angeschaut. Es sollte nicht so richtig warm werden. Das es allerdings so kalt würde, hätte ich nicht geadacht. In Vegas war es in der Sonne sehr warm, ohne Jacke und so. Sobald die Sonne untergegangen war wurde es kalt. Am Grand Canyon jedoch war es so kalt, dass wir jeweils 10 Fotos machen konnten und dann zurück ins Auto mussten um nicht fest zu frieren. Man glaubt es vielleicht nicht, aber am Nordrand des Tals fallen jährlich ca 5 Meter Schnee. Wir waren am Südrand, wo Schnee seltener jedoch nicht ausgeschlossen ist. Im Ganzen erstreckt sich der Canyon von West nach Ost. Die Nord-Süd-Ausdehnung bei den Aussichtspunkten am Südrand ist nur 34 Meilen. Will man jedoch mit dem Auto zum Nordrand fahren, stehen auf einmal ca 230 Meilen an.
Abgesehen davon war der Ausblick natürlich der absolute Hammer. Der Canyon ist wirklich riesig. Die Hänge sind extrem steil. Die Aussichtspunkte sind außerdem nicht sehr gut abgesichert. Am vordersten Punkt gibt es in der Regel ein kleines bisschen Zaun, aber es gab sehr viele Möglichkeiten gewollt oder ungewollt da runter zu fallen. Verwunderlich ist, dass das nicht mehr Menschen nutzen. Vermutlich wegen der langen Anfahrt. Interessant ist die Todesstatistik auf wikipedia, die vermerkt, dass sich “nur” 47 Menschen im Canyon umgebracht haben, aber 23 Opfer von Morden wurden.
Warum habt ihr den Grand Canyon Skywalk nicht besucht? Nach Studium der Nutzkommentare zu diesem Focusartikel haben wir davon abgesehen. Grundtenor: viel zu teuer, weil Eintrittpreis von 25$ nicht reicht, sondern man muss ein Package kaufen. Glas auf dem Skywalk schon zerkratzt. Mindestens 14 Meilen richtig schlechte Straße. Nicht mal mit Navi zu finden. Das waren uns dann doch zu viele Unsicherheitsfaktoren.
Am letzten Tag haben wir das Hard Rock Cafe/Hotel/Casino besucht und auch da gegessen. Wirklich lecker. Außerdem haben wir kurz das Hofbräuhaus Las Vegas ausprobiert. Die Dirnd’l sind etwas kürzer, Bier und Bretz’n sind aber ziemlich nah am deutschen Orginal.
Abschließend möchte ich noch bemerken, dass das Bellagio und der Springbrunnen davor (halbstündliche Wasserspiele mit Musik) nicht nur für Oceans 11 Fans ein echtes Erlebnis sind.

Ach ja, und hier natürlich die lang ersehnten Bilder.

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