walking the … streets of philadelphia

Posted on November 13, 2007

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Am letzten Sonntag haben wir einen ganzen Tag in Philadelphia verbringen können. Philly ist vermutlich der Ort mit den meisten und ältesten Orten der US-amerikanischen Geschichte. Die Geschichte begann nicht erst 1776 mit der Unterzeichnung der Declaration of Independence. Die Stadt ist typisch für geplante amerikanische Städte von einem Schachbrettmuster von Staßen durchzogen, was das Verlaufen wirklich schwierig macht. Philadelphia war zeitweise die Hauptstadt der Vereinigten Staaten.

Wir haben mit einem Rundgang in der sogenannten University City begonnen, die die Drexel University und die University of Pennsylvania (U Penn) umfassen. Wir haben auch zufällig eine Informationsveranstaltung für zukünftige Drexel-Studenten besucht, sind aber nachdem wir unseren Kuli und unser Informationspacket abgestaubt haben dann doch geganen. Interessant allerdings die Art und der Umfang der Werbung, die die Universität veranstaltet hat um neue Studenten für sich zu gewinnen. Für sie ist das natürlich ein Geschäft, da jeder Student ca $27200 Studiengebühren pro Jahr zahlen muss. Dazu kommen noch verschiedene Gebühren für zum Beispiel Unterkunft und Verpflegung. Auf dem Campus haben wir ein Hybrid-Fortbewegungsmittel-Prototypen der Drexel University gesehen. Ein Human-Electric-Hybrid-Vehicle. Ein aktuelles Projekt welches auf schöne Weise angewandte Forschung zeigt.

Der zweite große Teil unserer Stadtbesichtigung führte uns in das historische Zentrum von Philadelphia, den Independence National Historic Park. Interessant ist, dass dieser Teil der Innenstadt der kleinste Nationalpark der USA ist und deshalb auch Ranger in grün mitten in der Stadt über die Sicherheit wachen. Ein ganz wichtiger Punkt ist natürlich das Liberty Bell Center. Die Liberty Bell ist eine Glocke, die bei wichtigen Geschehnissen geläutet wurde. Zum Beispiel vor der ersten öffentlichen Verlesung der Declaration of Independence. Aufgrund der schlechten Qualität hat sie allerdings ziemlich schnell einen kleinen Riss bekommen. Trotz oder vielleicht auch durch die Reparaturmaßnahmen ist der Riß schnell so groß geworden, dass die Glocke nicht mehr verwendet werden konnte. Heute ist sie mit ihrem Riß ziemlich berühmt und gilt als wichtiges Wahrzeichen für die US-Amerikaner. Eine weitere ganz wichtige Sehenswürdigkeit ist die Independence Hall, in der die Declaration of Independence verhandlt wurde. Diese Halle ist sehr schützenswert. Sie ist so schützenswert, dass man mit einem Opinel definitiv nicht reinkommt. War ein ziemlicher Aufriß bis der Ranger endlich da war und dann entschieden hat, dass ich weder reinkomme, noch das Messer dalassen darf und auf keinen irgendwo wegschmeißen. Nun gut dann mussten wir das Messer eben in der Stadt verstecken gehen um endlich zu sehen, wo olle Franklin sich mit der Unabhängigkeit so intensiv beschäftigt hat.

Neben dem Zentralgebäude sind wir auf eine Art Mahnmal gestoßen, welches an die vielen (inzwischen über 3800) im Irak gefallenen Soldaten erinnert und and die Politiker apelliert sie endlich zurück zu holen.

Auf unserem Rückweg haben wir dann natürlich noch ein Philly-Cheese-Steak gegessen. Das ist laut Lonely Planet neben der Unabhänigkeitserklärung Philadelphias Topbeitrag zur amerikanischen Zivilisation. Steak heißt in diesem Zusammenhang in dünne Scheiben geschnittenes Rindfleisch mit klebrigem Käse überbacken in einer Art Sandwich mit gerösteten Zwiebeln. Ist eine schwere Angelegenheit, allerdings schmeckt es wirklich gut.

Ich erinnere mich, dass mir in New York vor ungefähr 3 Jahren die unglaubliche Anzahl an iPods aufgefallen war. In Philly scheint dieser Tage das Pendant die schwarze “The North Face”-Fleece-Jacke zu sein. Unglaublich wieviele wir davon gesehen haben.

Fotos gibts
hier.

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