Gut bis sehr gut …

Posted on May 24, 2007

0


Tut mir leid, dass ich euch mit dem letzten Artikel so runterziehen musste, mir gings wirklich nicht so gut. Ich kann euch allerdings beruhigen, es bessert sich zusehens.

Ich geniesse die letzten Tage und habe auf einmal nicht mehr viel Zeit hier in Beijing. Ich moechte noch einiges sehen und essen und beeile mich deshalb ein wenig.

Gestern abend hatte ich zum ersten Mal Peking-Ente und kann diese Ereignis uneingeschraenkt weiterempfehlen. Es war wirklich sehr lecker, und die vielen Speisen drum herum, mit viel Erfahrung (nicht von mir) bestellt, waren auch sehr gut. Wir sind in ein relativ beruehmtes und im Reisefuehrer empfohlenes Restaurant gegangen. Li Qun (glaube ich, schau nochml nach). Im Reisefuehrer steht, dass es versteckt in den Hutong (so wird das geschrieben) liegt. Nun muss man wissen, dass Beijing aufgrund der olympischen Spiele naechstes Jahr im totalen Wandel ist und diesem leider auch viele urspruengliche (so urspruenglich wie nach den Kriegen, der Kulturrevolution etc. ueberhaupt noch moeglich) Stadtteile zum Opfer fallen werden. D.h. der Weg zum Restaurant bestand zu 90 % aus Ruinen und abgerissenen Haeusern. Mit Farbe billig an die Wand gemalt hat man ab und zu einen Hinweispfeil gesehen, der einem die Richtung zum Restaurant beschrieben hat. Aber nach dem dritten Kreuzung wollte ichs schon nicht mehr glauben. Eine Ente kostet 120 Yuan (12 Euro) und wir waren sechs und haben zwei genommen.

Da es vor zwei Tagen geregnet hat, haben wir als Indoor-Veranstaltung das Beijing Aquarium besucht. Dazu gehoert der Zoo, von dem wir uns allerdings nur ein Gebaeude angeschaut haben. Quasi zur Bestaetigung unserer Vorurteile. Zitat Lonely Planet: Wenn Zoos normalerweise wie Gefaengisse aussehen, dann ist der Beijing Zoo der Todestrakt. Und so isses auch … Das Aquarium wiederum ist ueberraschend gross und huebsch und schoen. Leider sind die Delphine auch mit viel zu wenig Platz untergebracht, aber den anderen Fischen(!) geht es vermutlich ziemlich gut.

Heute habe ich die verbotene Stadt angeschaut. Die heisst so, weil lange da niemand rein durfte. Frueher haben da die Herrscher residiert und regiert. Heute ist es das groesste zusammenhaengende Gebiet mit alten chinesischen Gebaeuden. Jedoch ist auch hier viel sehr neu, da die verschiedenen Schicksalsschlaege in China auch vor dem schoenen Teil von Beijing nicht halt gemacht haben.

Ich habe in der Ubahn einen lustigen alten Chinesen getroffen, der mich gefragt hat, woher ich denn waere. Deutschland: da hat er dann “Guten Tag” gesagt. Und dann “Danke”. Und dann wollte er wissen was “Welcome to Beijing” auf deutsch heisst. Das ist genau das selbe Vokabular, welches die ganzen Fake-Studenten drauf haben, die versuchen einen zu einer TeeParty einzuladen. Dann hat er sich aber von selber verabschiedet und ist lachend gegangen. War ne lustige Begegnung. Dann isser nochmal wiedergekommen und hat “Bruer Jakob” auf franzoesisch gesungen und wollte von mir den deutschen Text wissen. Und als ich ihn dann an den Text erinnert habe (er hats mir dann vorgesungen) isser dann wirklich gegangen. Netter Mann. Nich alle Chinesen wollen nur Geld von mir.

Habe heute erfolgreich meine Fahrkarte zurueck nach Shanghai gekauft. Werde von Samstag auf Sonntag fahren. Dann noch eine Nacht in Shanghai und am Montag abend gehts zurueck. Gemische Gefuehle wie gesagt.

Achtung in wenigen Minuten noch ein paar neue BeijingFotos an gewohnter Stelle.

Advertisements
Tagged: , , ,
Posted in: Uncategorized