Angekommen

Posted on April 13, 2007

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Nach drei Fluegen mit Zwischenstation in Dubai und Shanghai sind wir gestern in Zhengzhou angekommen. Wir wurden direkt vom Flughafen von einem der Trainer abgeholt.

In der Schule angekommen haben wir sofort unser Zwei-B(r)ett-Zimmer beziehen koennen. Brett ist in diesem Fall nicht bildlich sondern woerlich zu verstehen! Der Standard ist im Allgemeinen nicht ganz wie erwartet. Auf der Webseite klingt es so ziemlich nach Jugendherberge. Allerdings ist das eigene Bad ziemlich der Hammer. Das Klo ein relativ einfaches Loch, zum Duschen steht man mit einem Fuss fast im Klo und es riecht wirklich nicht angenehm. Die sanitaeren Einrichtungen der armen Schueler sind allerdings noch drei Klassen schlimmer. Der Boden ist ebenfalls staubig, weil der das Fenster zum Traininghof hinaus zeigt. Der Schrank und ein Tisch sind die einzigen Einrichtungsgegenstaende.

Soweit wir das bisher verstanden haben, ist das hier in mindestens drei Klassen eingeteilt. Es gibt die armen Schueler – einfache Unterkunft, schlechte Toiletten – die reicheren Schueler und uns Auslaender. Insgesamt sind ca 30 Auslaender zur Zeit hier. Wir werden das Thema gelegentlich vertiefen.

Essen gibt es in einer grossen Halle, in der es einen Teil fuer die armen Schueler und den anderen fuer den Rest gibt. Ich bin vom Essen ausgesprochen begeistert. Einen Blick in die Kueche zu werfen, kann einem allerdings die Freude verderben. Bisher haben wir auch noch keine gesundheitlichen Folgen der Umstellung zu spueren bekommen. Auf das Essen werde ich sicherlich auch noch einmal eingehen. Die anderen Schueler sagen, nach spaetestens zwei Wochen kann man es nicht mehr sehen, da es dreimal taeglich das gleiche Essen gibt. Ich hoffe bei mir wird es laenger ertraeglich bleiben.

Das Wetter ist eigentlich angenehm. Ca 24 Grad am Tag. Allerdings waere es hier deutlich waermer, wenn der Himmel nicht den ganzen Tag voellig(!) versmokt waere. Man kann wirklich direkt in die Sonne schauen, weil so eine dicke Schicht davor haengt. Heute hat es kurz geregnet. Dann wird drinnen trainiert. Die Leute wissen offensichtlich was dann fuer Wasser vom Himmel faellt.

Strassenverkehr ist wirklich ein Erlebnis. Die Hupe ist das wichtigste Teil am Auto. Die fahren wirklich gefaehrlich. Der Reisefuehrer sagt, das Strasse ueberqueren ist das Gefaehrlichste an einem Aufenthalt in China. Das glauben wir gern! Auf der Strasse sieht man neben neuen, schicken, teilweise deutschen Autos auch noch viele altertuemliche Transportfahrzeuge. Wir werden Bilder machen und diese hoffentlich bald hochladen koennen.

Ein weiteres Interessantes Thema ist der Muell. Wir haben gehoert, dass bis letztes Jahr der Muell in Loechern auf dem Hof vergraben wurde. Dann hat man festgestellt, dass der Hof irgendwann voll ist und der Platz einfach nicht ausreicht. Deshalb gibt es jetzt einen Haufen an einer Mauer auf dem zwei alte Maenner taeglich ein kleines Feuerchen machen, um zu versuchen den Haufen etwas kleiner zu bekommen. Der Rauch ist schon aus 30 m Entfernung (Trainingplatz) der Hammer. Die stehen allerdings direkt drauf.

Die Internetverbindung ist wirklich langsam. Aber der Comuter ist den ganzen Tag zugaenglich (hier in der Schule).

Liebe Gruesse fuers Erste.

Raphael

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